GAP-Reform:  Die europäische Agrarpolitik nach 2013 – Jetzt sind wir gefragt!

Ausführlicher Bericht unter http://bauern.gruene.at

Auftakt zur öffentlichen Debatte in Österreich

Am Montag lud der Grüne Agrarsprecher Wolfgang Pirklhuber ins Parlament um mit interessierten BäuerInnen, AgrarvertreterInnen, WissenschaftlerInnen und KonsumentInnen die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 zu diskutieren. Professor Hofreither (BOKU) zeigte im Expertenreferat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf, die derzeit den industriellen Großbetrieben (in Österreich sind das v.a. Red Bull und Rauch) zugute kommen, statt ökologisch und sozial vertretbare Agri-Kultur zu fördern.

Wir bestimmen die zukünftige Agrarpolitik!

Bis Mitte November soll die EU-Komission ihre Vorstellungen von der GAP präsentieren. Komissionspräsident Ciolos hatte ja zum öffentlichen Diskurs aufgerufen. Danach ist das europäische Parlament gefragt seine Stellungnahme abzugeben – wieder eine Chance für die Öffentlichkeit der Nationalstaaten die Weichenstellung der Agrarpolitik mitzubestimmen. Bis 2012 soll dann ein GEsetzesentwurf für die Neuordnung der eropäischen Agrarpolitik aufliegen. Wird dieser eine Landwirtschaft fördern, die sozial und ökologisch vertretbar ist? Dank dem Lissabonvertrag kann die Öffentlichkeit über das Europäische Parlament endlich mitbestimmen.

Agri-Kultur fördern statt Wettbewerbsfähigkeit

Nur durch ein starkes Signal aus den Mitgliedsstaaten kann eine Agrarpolitik gemacht werden, die vor allem nachhaltig wirtschaftende Betriebe, die sich für Biodiversität, lokale Vermarktung und Landschaftspflege einsetzen, fördert. Betriebe, die gerade mal die gesetzlichen Mindeststandards einhalten und rein profitorientiert wirtschaften (wie Red Bull und Rauch) sollen gar keine Förderungen bekommen. Die Kosten einer konventionellen, auf nicht erneuerbaren Ressourcen aufbauenden Landbewirtschaftung, sollen sich zukünftig in den Preisen widerspiegeln, anstatt das Gesundheitssystem und Umweltprogramme und damit die Steuerzahlenden zu belasten.

Wie gehts weiter?

An der BOKU möchten wir im Herbst die Diskussion zur GAP nach 2013 eröffnen und alle dazu einladen sich zu beteiligen. Wenn du Interesse hast dich an der Organisation der Diskussion und einer anschließenden Ringvorlesung zu beteiligen, melde dich bei stephan.pabst <ät> unkontrollierbar.at

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